Gelenkschmerz

Unter Gelenkschmerzen versteht man meist die fünf verschiedenen Krankheitsbilder Arthrose, Arthritis, Gicht, Bindegewebserkrankungen und Weichteilrheuma. Bei Arthrose spricht man vom Verschleiß der Gelenke, was Gelenkschmerz zur Folge hat. Hier spricht man meist von Gelenkdysplasie. Bei Menschen tritt dies häufig an den Gelenken der Hüfte auf, da diese im Laufe der Jahre stark beansprucht werden. Aber Medikamente oder Verletzungen können zum übermäßigen Verschleiß der Gelenkknorpel führen.
Von einer Arthritis spricht man, wenn eine bakterielle oder rheumatoide Entzündung die Gelenke angreift. Folge sind auch hier Muskel- und Gelenkbeschwerden, die durch Medikamente und in schlimmen Fällen auch durch chirurgische Eingriffe behandelt werden können. Bei der Arthritis nennt man auch zwei Sonderformen. Zum einen die Gelenktuberkulose und zum anderen die Tabische Arthropathie, die als Spätfolge von Syphilis auftreten kann.

Bei Gicht spricht man von einer Stoffwechselkrankheit, bei der durch Disfunktion der Niere Harnsäurekristalle in den Gelenken abgelagert werden und dort zu Entzündungen und stark geschwollenen und schmerzenden Gelenken führt. Ein Gichtanfall dauert in der Regel drei Tage an, sofern er nicht behandelt wird. Bei chronischer Gicht treten die Schmerzen häufiger und länger auf, was zur vollständigen Zerstörung des Gelenkes führt.

Bindegewebserkrankungen äußern sich meist in einem oder mehreren Tumoren. Hier spricht man in von der Spondylarthritis, die meist im Blutbild des Erkrankten nachgewiesen werden kann. Typisch für Bindegewebserkrankungen sind ausgeprägte Gelenkschmerzen und Schwellungen einzelner Gelenke. Bindegewebserkrankungen sollte man ernst nehmen und durch eine entsprechende Therapie behandeln lassen. Meist werden hier starke Medikamente eingesetzt um ein Fortschreiten der Krankheit zu unterbinden.

Gelenkschmerzen am Modell
Beim Weichteilrheuma plagen die Betroffenen meist starke Muskelschmerzen, vor allem Gesäß-, Schulter-, Nacken- und Rückenmuskulatur sind vom Weichteilrheuma angegriffen. Eine vehemente Steifigkeit schränkt zudem die Bewegung enorm ein. Wie es der Begriff schon vermuten lässt, sind beim Weichteilrheuma nur Bereiche des Fettgewebes, der Muskulatur und Sehnen oder im Kapsel-Band-Apparates des Körpers betroffen, Gelenke werden dabei meist nicht angegegriffen.

In den meisten Fällen werden Gelenkbeschwerden mit Medikamenten bekämpft, hier gibt es momentan eine ganze Auswahl an chemischen und pflanzlichen Mitteln. Bei akuten Fällen wird eine medikamentöse Schmerztherpie oder gar ein chirurgischer Eingriff notwendig. Die meisten Patienten erhalten nach der Behandlung noch zur Regeneration und zum Aufbau der Muskeln und Gelenke noch Physiotherapie. Hier wird besonders wert auf die richtige Bewegung, Erlernen von Muskel- und Massagetechniken gelegt. Unter manchen Umständen wird auch die Wärme- und Kältetherapie oder der Einsatz von Elektrotherapie und Ultraschall in Betracht gezogen.